Kwaku-Online - Der offizielle Blog von Andreas Schlüter

A F R I K A I M K R E U Z F E U E R - Seine Feinde und falschen Freunde

Einleitung
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
ich danke für die Gelegenheit, mich an einem gewichtigen Thema zu versuchen, das mir sehr, sehr auf der Seele brennt. Viele von Ihnen mögen sich fragen, warum es mir auf der Seele brennt. Und ich glaube, die Frage ist berechtigt und bedarf einer Antwort. Man ist es ja leider nur zu gewohnt, dass Menschen mit etwas bleichen Nasen – und ich meine hier keine Afrikaner mit dem Pigmentdefekt des Albinismus – nur allzu genau zu wissen meinen, was mit Afrika los sei und was zu tun sei. Wenn man sich also als Bleichgesicht an das Thema Afrika macht, steht man unter berechtigtem Begründungszwang. Ich will diesem gerne nachkommen.
Meine Rechtfertigung ist sowohl sozial-menschlicher als auch politisch-wissenschaftlicher Art. Meine “nachschulische Sozialisation“, also mein gesellschaftliches Leben seit dem Beginn meines Studiums an der Hamburger Universität 1968, hat sich weitgehend in der Gesellschaft von Menschen aus Afrika abgespielt. Hier ist vor allem die große Gruppe der Menschen aus Ghana zu nennen, aber engen Kontakt habe ich auch zu Menschen aus dem Horn von Afrika, aus dem südlichen Afrika und vielen anderen Ländern auch Westafrikas entwickeln dürfen. Mein Sohn erfreut sich zur Hälfte afrikanischer Abstammung – seine Mutter kommt aus Togo - und meine Lebensgefährtin stammt väterlicherseits von der afrikanischen Diaspora Amerikas ab. Wen wundert es da, dass sich auch mein Studium der Soziologie in hohem Maße auf Afrika gerichtet hat! So habe ich auch meine Diplom-Arbeit über die Eritreer in Deutschland geschrieben.
Neben dem, was ich in meiner persönlichen Entwicklung Menschen aus Afrika verdanke, ist mein beteiligt Sein auch nicht vom Bewusstsein zu trennen, in einer Gesellschaft zu leben und von deren Reichtum gezehrt zu haben, die diesen Reichtum der Benutzung und Instrumentalisierung der übrigen Welt und insbesondere Afrikas verdankt. Alles, was wir an enormem wirtschaftlichen Segen und in folge daraus entwickelter sozialer Sicherheit und demokratischer Freiheit hier genießen, ist ohne die unselige und verbrecherische Geschichte der europäischen Raubzüge nicht denkbar. Europa, der Westen daher insgesamt, hat viel an der Welt und insbesondere Afrika zu sühnen und wiedergutzumachen. Indessen sehen wir die gegenteilige Tendenz, nämlich mit der Ausplünderung fortzufahren. Lächerliche nullkommasieben Prozent des Bruttosozialprodukts wollten eine Reihe von “gutwilligen“ westlichen Ländern für sogenannte “Entwicklungshilfe“ ausgeben, selbst davon sind wir noch weit entfernt!
Ich muß es gestehen, zu Afrika habe ich in meinem nun fünfundfünfzigjährigen Leben eine erhebliche Liebe entwickelt und es schmerzt mich, Afrika in einer Situation zu sehen, die anstatt besser, immer katastrophaler zu werden scheint!
Kurz und gut, hier waren einige Punkte, die ein Hinweis darauf sein mögen, dass mein Ergreifen des Wortes nicht auf reiner Anmaßung beruht. Sie mögen im Übrigen aus meinen Äußerungen zum Thema die Tiefe des Engagements selbst beurteilen.

I. Afrika, der dunkle Teil der Menschheit
und das öffentliche Geschichtsbewusstsein
Ich möchte mit einem Punkt meine Darstellung beginnen, der Einigen von Ihnen vielleicht im Zusammenhang mit brennenden Problemen und Gefahren lächerlich unbedeutend erscheinen mag, nämlich dem Bild, das in der weiß dominierten öffentlichen Vorstellung von der Bedeutung Afrikas und dem dunklen Menschheitsteil insgesamt herrscht.
Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit ist unverzichtbar im Miteinander. Viele Deutsche wären nicht wenig verärgert, wenn man in Guinea Goethe als “schwarzen Mann“ darstellen würde, wenn man Mozart in der Farbe der meisten hier Anwesenden aus Afrika zeichnen würde, oder Robert Koch, oder Karl den Großen! Aber dies geschieht umgekehrt mit vielen bedeutenden Entwicklungen nicht nur in der Geschichte der frühen Hochkulturen, ich werde gleich darauf kommen, sondern auch hinsichtlich der neueren Geschichte und Kulturgeschichte.
Erst unlängst habe ich wieder einen Fernsehbericht über den Pyramidenbau gesehen, vornehmlich mit Komparsen und Schauspielern aus dem heutigen Ägypten, dessen heller Anteil durch vorderasiatische und lybische Zuwanderung im sogenannten Neuen Reich und der Spätzeit Ägyptens, also von 1550-332 vor Chr., danach durch Ptolemeer, also Griechen, durch Araber nach Mohammed und türkische Okkupanten bis zur Unkenntlichkeit des ursprünglichen Ägyptens erhöht wurde. Ich würde zwar dem großen senegalesischen Historiker Cheikh Anta Diop nicht vollständig darin folgen, dass Ägypten eine ausschließlich schwarzafrikanische Entstehungsgeschichte hätte und glaube, dass die Entwicklung der frühen Hochkulturen etwas mit der Mischung sehr verschiedener kultureller Elemente, Völker und Partialgeschichten zu tun gehabt hat, aber der schwarzafrikanische Anteil an der Entstehung der ersten Hochkultur ist enorm und gleichzeitig wird immer noch versucht, diesen zu negieren oder herunterzuspielen.
Da das offenbar nicht reicht, versuchen viele europäische und arabische Historiker das Primat der ersten Hochkultur dem Zweistromland, Mesopotamien im heutigen Irak, zuzuspielen. Gleichzeitig negiert man dort auch wiederum den schwarzen Anteil der Geschichte, der sich aber in vielen Darstellungen von Personen offenbart. Wer die Kinder der Verbindung zwischen Afrika und Europa kennt, weiß, wie Locken und gewelltes Haar zustande kommen!
 Der altgriechische Historiker Herodot war sich der ägyptischen Wurzeln seiner griechischen Kultur übrigens noch sehr bewusst und das genaue Studium vieler alter griechischer Vasenbilder zeigt einen hohen Anteil von dunklen Menschen mit enggelocktem Haar.
Die Induskultur wiederum ist nicht von den dunklen Menschen Altindiens zu trennen und die Polynesier, die weit über ein Jahrtausend vor den europäischen Seefahrern den Pazifik erschlossen haben, zeigen einen nicht unerheblichen Anteil schwarzer Beimischung, sowohl durch Vermischung mit den Melanesiern des Südwestpazifik als auch schon in Südchina bei ihrer frühen kulturellen Formation. Die umfassende Vermutung, das schwarze Menschen bei der Formation aller frühen Hochkulturen beteiligt waren, läßt sich vielleicht sogar auf die “Neue Welt ausdehnen, denn ein Blick auf die großen Steinbildnisse der Olmeken, die die früheste Hochkultur Altamerikas repräsentieren, lässt diesen Schluss zu, was aber nur von wenigen Wissenschaftlern, die sich dem “Mainstream“ entziehen, anerkannt wird!
Mit einem Wort, bereits bei der Darstellung der frühen Geschichte fängt der Angriff auf Afrika und auf den schwarzen Menschheitsteil an. Dabei mildert die sich durchsetzende Erkenntnis, dass der moderne Homo Sapiens aus Afrika stammt, die Sache nicht. Nein, der Europäer will zwar heute aus Afrika stammen, aber er will der “modernste und fortschrittlichste“ Afrikaner sein!
Viele Sonderbarkeiten gibt es in der Geschichtsforschung und Anthropologie, die mir nur durch einen heutzutage eher verschleierten Rassismus zu erklären sind. Aber auch Tatsachen, die geschichtlich keineswegs alt sind und nicht im frühgeschichtlichen Nebel liegen, werden systematisch aus dem Bewußtsein verdrängt. Dass wichtige Schriftsteller Europas, wie Alexandre Dumas und Alexander Puschkin auch schwarze Vorfahren hatten, ist kaum jemandem bekannt, auch wenn man noch an alten Karikaturen deutlich belegen kann, dass Gegner von Dumas, der einer der Mitbegründer des “modernen Literaturbetriebes“ war, diesem außerordentlich rassistisch zusetzten. Zwar hat man ihn jetzt ins “Pantheon“ umgebettet, aber seiner Herkunft hat man keine Genugtuung widerfahren lassen.
Wer weiß auch, dass zwei Dinge, die so sehr wie kaum etwas anderes sowohl die positiven wie negativen Aspekte unserer modernen Zeit repräsentieren, nämlich Verkehrsampel und Gasmaske, auf den afroamerikanischen Erfinder Garrett A. Morgan zurückgehen!
Nun, der Angriff auf Afrika und die schwarze Menschheit beginnt somit im Kopf und wir müssen sehr viel dazu tun, dass nicht nur unsere Kinder eines Besseren belehrt werden, sondern auch dafür, dass zumindest der grundsätzlich gutwillige Teil unserer weißen Umgebung durch Tatsachenwissen mehr Licht ins Bewusstsein kriegt.
Dabei sei fairerweise angemerkt, dass die westliche Wissenschaft mit der Geschichte zwischen Europa und Afrika in Teilen ihrer persönlichen Vertreter um einiges wahrheitswilliger umgeht, als das von Seiten arabischer Intellektueller bei der Sicht der Geschichte zwischen Arabern und Afrikanern meist der Fall ist.
Viele westliche Intellektuelle werden immerhin schamhaft die Augen niederschlagen und grundsätzlich Schuld ihrer Herkunftsregion in Bezug auf den unsäglichen Sklavenhandel einräumen. Ich habe kaum einen Vertreter der arabischen Welt getroffen, der dieses für seine Herkunftsregion sehr bereitwillig täte.

II. Der fortgesetzte Angriff durch das “Abendland“
Seit dem sechzehnten Jahrhundert – wir wollen einmal Griechen, Römer und Vandalen des ausgehenden Altertums und frühen Mittelalters in Nordafrika aussen vor lassen, hat Afrika, insbesondere südlich der Sahara mit den räuberischen Attacken Europas, der weißen Welt zu tun. Diese wurden schließlich im Kolonialismus institutionalisiert, der erst nach dem zweiten Weltkrieg in den Fünfzigern, Sechzigern und teils erst in den Siebzigern des vorigen Jahrhunderts verschwand (ja, Südafrika wurde sogar erst in den Neunzigern vom Kolonialismus befreit). Was kam, war das Phänomen, das man zu recht als Neo-Kolonialismus bezeichnet. Westeuropäer und Amerikaner beteiligten sich auf mehr als subtile Weise daran und auch vor blankem Mord wie im Falle Lumumbas schreckte man nicht zurück.
Ob die Bundesrepublik Deutschland damals die Hallstein-Doktrin gegen die DDR erpresserisch bei afrikanischen Regierungen durchzusetzen suchte oder Franz Josef Strauß den Menschenschlächter Eyadema in Togo gegen die Interessen der Togolesen hätschelte, die Belgier und Franzosen blanke Machtpolitik mit regulären Soldaten und der Fremdenlegion trieben, oder die USA CIA-Killer und Waffen im Überfluss irgendwohin schickten, die westlichen Länder, die so stolz auf ihre Demokratien sind, trieben ihr Unwesen in Afrika, ja, auch die rassistische Diktatur der Weißen in Südafrika wurde fast bis zuletzt gestützt, man brauchte sie ja gegen den Kommunismus!
Ja, der Kommunismus, aus dem sozialen Aufbegehren des Marxismus´ geboren, war in der Sowjetunion sehr schnell zu unmenschlichem und unterdrückerischem Stalinismus und Post-Stalinismus verkommen, aber er gab, wenn er nicht gerade auch ein paar unterdrückerische Regime unterstützte, doch die Möglichkeit des Lavierens und einiger afrikanischer Schachzüge, die Härte des westlichen Zusetzens ein wenig abzumildern. Man muss auch offen eingestehen, dass fraglos ohne den Ostblock viel mehr Gewalt nötig gewesen wäre, den Westen überhaupt zur Dekolonisation zu bewegen.
Anfang der Achtziger Jahre hatte ich keine Illusionen mehr über die innere Natur des Ostblocks, aber ich dachte manchmal mit Schrecken an sein mögliches machtpolitisches Verschwinden und die Folgen, die sich daraus für die sogenannte “Dritte Welt“ ergeben würden. Ungehindert hat der Westen in den letzten zwölf Jahren Waffen in diese Weltteile gepumpt. Das tat er übrigens auch schon vorher, seine Lieblings-Schurken fördernd und aufbauend, wie einen gewissen Saddam Hussein und einen gewissen Osama Bin Laden. Jetzt ist auch insbesondere Afrika voll mit hochgefährlichen Waffen, die das alte traditionell wichtigste Element afrikanischer politischer Problemlösung, das Wort nämlich, fast völlig abgelöst haben.
Wir alle dürften aufmerksam die weltpolitischen Ereignisse beobachtet haben und mit Bestürzung gesehen haben, wie die Amerikaner die “gute alte Kanonenboot-Politik“ wieder einführen. Aber ich gestehe es offen, ich bin der amerikanischen Führung fast dankbar, dass sie ihre Machtbesessenheit und ihren Allmachtsanspruch so offen zur Schau gestellt hat und damit auch den Europäern eine klare politische und wirtschaftliche Gegnerschaft gezeigt hat. Wenigstens mag dies wieder in Ansätzen afrikanische “Schaukelpolitik“ ermöglichen. Zwar sind Länder wie Eritrea und Äthiopien, von denen ich dieses niemals für möglich gehalten hätte, auf die amerikanische Linie eingeschwenkt, aber die afrikanischen Mitglieder des Sicherheitsrates haben sich recht wacker gehalten – wie tief auch immer die Franzosen in die Tasche gegriffen haben mögen, diesmal in ihre eigenen, sonst greifen sie lieber in afrikanische Taschen!
Allerdings sehen wir nun schon wieder eine jämmerliche Annäherungspolitik der europäischen Mächte an den amerikanischen Größenwahn, wie jetzt beim “G 8-Gipfel sichtbar!
Die lange Förderung von genehmen Diktatoren, die den westlichen Mächten die “Erschließung“ der afrikanischen Länder für ihre Wirtschaftsinteressen ermöglichten, hat die Pest der Korruption strukturiert und institutionalisiert.
Die großen und rohstoffreichen Länder wie z. B. der Kongo, Nigeria und Angola geben immer noch Zeugnis von westlicher Gier. Einesteils haben sie eine zerstörte soziale Infrastruktur, weil jahrzehntelang verschiedene Landesteile und ethnische Gruppen gegeneinander ausgespielt wurden, anderenteils leiden sie unter der ökologischen Hemmungslosigkeit der westlichen Firmen, die mit politischer Unterstützung des Westens den lokalen Machthabern durch schlichte Bestechung und Drohung die Rechte abgenommen haben.
Wo immer wir brutale Unterdrückung, blutige Bürgerkriege, Krankheit und Tod finden, sind Uran, Kupfer, Diamanten, Erdöl und Coltan (für Computer und Handies wichtiges Mineral) nicht weit! Amerikanische, britische, französische, belgische und last not least, deutsche Konzerne kooperieren oder konkurrieren miteinander, soviel wie irgend möglich aus dem geschundenen Kontinent herauszupressen. Nicht zuletzt mit Afrikas Ausplünderung haben sie ihre technische Entwicklung so weit vorangetrieben, dass nicht einmal mehr die afrikanische Arbeitskraft dadurch, dass man sie brauchen würde, einen minimalen Schutz genießen würde.
Der heutzutage ohne frage scham- und rücksichtsloseste “Global Player“ ist dabei die weiße protestantische Macht- und Wirtschaftselite Amerikas, die sich damit brüstet, Freiheit und Demokratie in die Welt zu bringen. In ihrer Schamlosigkeit geht sie soweit, überall in der Welt regionale Machthaber zu monströsen Diktatoren aufzubauen, die sie sich später nicht scheut, auch wieder beseitigen “zu müssen“!
Sei es der CIA-Agent Noriega, den man in Panama aufgebaut hat und der einem die Möglichkeit gab, später einzumarschieren, sei es Saddam Hussein, seien es die Taliban, die man erst gehätschelt hat, oder viel gravierender, die islamistische Führungsclique Pakistans, die man gegen ein eigenständiges und als größte Demokratie in dieser Welt dem Westen distanziert gegenüberstehendes Indien hochgerüstet hat. Es liegt nur an der so weitgehenden Knebelung Afrikas, dass wir solche Prozesse der amerikanischen Politik in dieser Form durch Amerika dort im Augenblick nicht beobachten, man braucht diese Vorgehensweise im Augenblick nicht, Wirtschaftunternehmen allein haben genügend Macht, um Afrika im amerikanischen Sinne zu beherrschen. In Afrika ist es das kleinere und schwächere Frankreich, dass zu solchen militärischen Mitteln greifen muß!
Jedenfalls finden wir auch in Afrika die Situation vor, dass westliche Waffen in Verbindung mit westlicher Wühlarbeit oft Situationen schaffen, wo die Situation teils in Verbindung mit alten eigenen Gruppenkonflikten so eskaliert, dass es die “Menschlichkeit“ erfordert, militärisch einzugreifen und “die Dinge in die Hand zu nehmen“. Wenn es dann zu furchtbaren Exzessen kommt, werden diese dann fast mit Vergnügen gezeigt, aber immer ohne die Hintergründe darzustellen. Man gewinnt oft den Eindruck, dass Gräuel willkommen sind, um von den eigenen Gräueln der europäischen Geschichte abzulenken.
Unmenschlichkeit ist Unmenschlichkeit und nichts rechtfertigt die ostafrikanischen Exzesse zwischen Hutus und Tutsis in Ruanda und Nachbarländern, aber niemals wird dargestellt, dass dieses auf dem Hintergrund der rüden Vorherschaft der kriegerischen rindernomadischen Tutsis über die Masse der Hutu-Bauern stattfand, und von den Ursachen her nicht mit dem Mord der Deutschen an sechs Millionen Juden oder den anderen europäischen Exzessen an der jüdischen Minderheit zu vergleichen ist.
Mit Genuß wird über die Machtexzesse eines alten, intriganten und machtbesessenen Führers in Zimbabwe, nämlich Robert Mugabe, und der Drangsalierung seiner einheimischen Gegner berichtet, mit noch mehr Genuss von den Ausschreitungen an weißen Farmern, ohne je darauf hinzuweisen, dass eine Quelle des Konfliktes darin besteht, dass ein paar Tausend Weiße sich die Hälfte des fruchtbaren Landes unter die Nägel gerissen hatten. Vielleicht ein Platz, wo man “die Dinge irgendwann wird in die Hand nehmen müssen“!
Ja, eine große Sorge habe ich auch, dass nicht nur wertvolle Güter aus Afrika zu Schleuderpreisen verschwinden, sondern dass Afrika auch zum Abladeplatz für Schrott und Müll werden könnte. Ich spreche nicht nur von abertausenden von Schrottfahrzeugen, denen selbst der begabteste afrikanische Mechaniker kein langes Leben mehr einhauchen kann und die als Särge für verunglückte Marktfrauen und Kinder enden, nicht nur von Kleidermüll, der teils schon die einheimische afrikanische Textilindustrie und das Textilhandwerk ruiniert, nein, auch von direkt gefährlichem Giftmüll und radioaktivem Müll.
Einen Teil ihres Uranmülls, das sogenannte abgereicherte Uran, haben die Amerikaner und europäischen Länder bis jetzt im Irak bei seiner “Befreiung“ und im Kosovo sowie auf japanischen Übungsplätzen als uranummantelte Munition verschossen, was für eine nützliche Verwendung! Nur eine Menge Menschen, insbesondere Kinder, werden mit einem gewaltig erhöhten Krebsrisiko dafür bezahlen! Völlig der verbrecherischen Folgen ihres Tuns bewusst, betreiben amerikanische und europäische Verantwortliche, alles “große Demokraten“ diese Dinge. Mir kann niemand erzählen, dass solche Leute nicht die Gelegenheit wahrnehmen würden, den Atom- und Giftmüll, der sich nicht für die “Effizienzsteigerung“ von Waffen nutzen lässt, auch in Afrika zu vergraben, wenn ein Regime korrupt oder erpressbar genug ist.
Ja, es darf nicht verschwiegen werden, ohne die afrikanischen Kollaborateure der “weißen Gefahr“ würde dieses Spiel nicht laufen, ohne den Machthunger und die ethnische Verbohrtheit vieler lokaler Führer und Eliten würden die bleichen Schinder Afrikas viel weniger Chancen haben. Die weißen Strolche brauchen die schwarzen Strolche und umgekehrt! Viele afrikanische Führer und Eliten sehen ihr Land wie einen persönlichen Besitz an. Macht- und Habgier “zwingen“ dazu, sich der Unterstützung äußerer Mächte zu versichern. Sezessionisten “benutzen“ die bleichen Teufel – womit ich sicher nicht jeden Weißen, sondern die Blutsauger meine – indem sie sich von ihnen benutzen lassen, genauso, wie Führer, die Volksgruppen, die sich abtrennen wollen, mit Gewalt in ihrem Herrschaftsbereich halten wollen, sich dieser Methode zur Zwangsgemeinschaft bedienen.
Es muß allerdings auch eingeräumt werden, dass manch gutwilliger Vertreter der afrikanischen Revolution ohne Eigennutz in die Falle der Entwicklung zum Autoritären abgeglitten ist, da er sich von Machenschaften umstellt sah!
Nein, ich glaube, bei aller Anerkenntnis der Tatsache, dass es im Westen durchaus viele gutwillige Individuen gibt, die wenigstens einen Teil der kollektiven eigenen Schuld sehen und für sich persönlich in Gedanken und manchmal auch in der Tat, teils durch persönliche Verbindung, teils duch NGOs (Non Governmental Organizations), teils durch UN-Organisationen, wirklich gewillt sind, Solidarität mit Afrika zu üben, Afrika muss sich weiter vor der “weißen Gefahr“ hüten, auch, wenn die schlimmsten Vertreter des Westens nicht mehr als offene Rassisten auftreten. Ob sie allerdings nur opportunistische Habgierige ohne eigentlichen Rassismus sind, das bleibt für mich eine offene Frage und mein nächster Punkt soll meine Skepsis in dieser Hinsicht ein wenig beleuchten.

III. AIDS, die Geißel Afrikas und ein schwerer Verdacht
Seit über zwanzig Jahren wird die Menschheit durch das Aids-Virus geplagt, das besonders in Afrika eine Spur des Todes gelegt hat. Ende der achtziger Jahre tauchte das Gerücht auf, dass das Virus Produkt amerikanischer Bio-Waffenversuche sei. Inzwischen weiß man, dass es wohl zu einer Zeit in Ostafrika von den grünen Meerkatzen, einer Affen-Art, durch Biss auf den Menschen übergesprungen ist, als bei aller Skrupellosigkeit dieser Militär-wissenschaftlichen Leute fraglos die Fähigkeiten zur Schaffung eines Virus noch nicht vorlagen.
In Ostafrika hat sich dieses Virus in furchterregender Weise verbreitet und daran haben offenbar bestimmte Verhaltensweisen, insbesondere uneingeschränkte männliche Promiskuität, einen wesentlichen Anteil. Hohes Engagement der Verantwortlichen und immenser Aufwand werden nötig sein, um zu verhindern, dass Afrika in ein Leichenhaus verwandelt wird!
Aber, es gibt einen Umstand, der einen Fragen stellen läßt. Der zweite Schwerpunkt epidemischer Durchseuchung mit Infizierten-Raten von teils über dreißig Prozent liegt im südlichen Afrika. Es erscheint bei aller verhaltensmäßigen Förderung der Verbreitung unwahrscheinlich, dass die Infektionsrate im südlichen Afrika größer wäre als in Ostafrika, wenn die Verbreitung ihren “natürlichen“ Verlauf genommen hätte.
Am 29. Januar 1997 wurde durch Rauschgiftfahnder in Pretoria, Südafrikas Hauptstadt, beim Versuch, 1040 Exstacy-Kapseln zu verkaufen, Dr. Wouter Basson festgenommen, Kardiologe und Offizier der alten südafrikanischen Streitkräfte im Generalsrang, der im weiteren Verlauf der Untersuchung den Spitznamen “Dr. Death“ erwarb. Die Geschichte lässt sich in der März-Nr. des Jahres 2002 von GEO nachlesen.
Dieser Arzt, wenn man ihn überhaupt so nennen will, hat nicht nur bei geplanten und durchgeführten individuellen Anschlägen auf ANC-Mitglieder und Kritiker des Apartheit-Regimes mit chemischen und bakteriologischen Mitteln mitgewirkt, sondern steht auch im Verdacht, an der massenweisen Tötung von Gefangenen beteiligt gewesen zu sein, sowie, und das ist sehr bedeutsam, an der Auslösung von Cholera-Epedimien in Moscambique und an dem wahnwitzigen Versuch “rassenspezifische“ Krankheitserreger zu entwickeln, beteiligt gewesen zu sein.
Bevor ich den Faden weiterspinne, möchte ich Ihnen einen weiteren Mann vorstellen, den Amerikaner Steven Hatfill, dessen Name im Zusammenhang mit den Milzbrandbriefen in den USA in die Öffentlichkeit kam. Druck einer Expertin hatte für eine Durchsuchung seines Hauses in Maryland gesorgt, aber die Ermittlungen scheinen verschleppt und verzögert zu werden, so, als solle ein Täter, der mit einer sehr begrenzten bakteriologischen Aktion für die Geheimdienste die Bedrohungsstimmung in der Bevölkerung der USA aufrechterhalten sollte.
Dieser Mann, der zum Beispiel von 1997 bis 1999 mit Ebola-Viren im U.S. Army Medical Research Institute in Fort Detrick und danach bei der Firma SAIC in San Diego arbeitete, die unter anderem biologische Waffentrainingsprogramme für die CIA veranstaltet, hat auch eine Spur nach Afrika gelegt. Er war zwischen 1978 und 1984 im damals von weißen Faschisten beherrschten “Rhodesien“, dem heutigen Zimbabwe, und später in Südafrika. Hatfill war nach eigenen Angaben Mitglied der berüchtigten rhodesischen “Selous Scouts“, die viele Regimegegner umgebracht haben. Zur Zeit seines Aufenthalts im damaligen Rhodesien “brach dort die größte Milzbrand-Epidemie der Geschichte aus. 182 Menschen starben. 10 000 wurden krank – die meisten davon Schwarze.“, wie der “SPIEGEL“ in 29/2002 schreibt.
Der Südafrikaner Basson hatte viele Kontakte, so in die USA, nach Israel, Taiwan, China, Iran, Irak, Syrien, Lybien und Nordkorea. Hatfill hatte enge Beziehung zu den weißen Faschisten im Süden Afrikas, Brüder im Geiste! Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Figuren in den letzten Zuckungen des Nazi-Unwesens in Südafrika nicht auf die Idee gekommen wären, sich eines so gefährlichen Mittels wie des AIDS-Erregers zu bedienen.
Jeder Kriminologe muss seinem Verdacht ein plausibles Motiv zugesellen können. Auf den ersten Blick scheint dieser Verdacht wahnwitzig, wo doch auch die Gesundheitswesen Amerikas und Europas mit diesem Übel kämpfen. Die weißen Faschisten Südafrikas waren böse, aber nicht völlig unwissend. Sie wussten um die Förderfaktoren für diese Seuche in manchen afrikanischen Gesellschaften. Außerdem fürchteten sie die wachsende Einsicht unter nicht wenigen Weißen.
Wir dürfen nicht vergessen, dass das Rassistenregime letztlich auch durch die wachsende Vernunft einer Mehrheit der weißen Südafrikaner abtrat. Diesen zunehmend einsichtigen Weißen sollte vor dem Fall dieses Regimes vielleicht eine grassierende AIDS-Verseuchung zusätzlich Angst machen, insbesondere engagierten antirassistischen Weißen sollte vielleicht die Angst geschürt werden, eine grassierende Epidemie würde bei Fallen der Rassenschranken auf ihre weiße Gemeinschaft überspringen. Die Logik des Wahnsinns, aber auch eine Logik! Und wer an so teuflischen Dingen arbeitet, wie an denen, von denen man schon weiß, ist dazu fähig!
Ganz offenbar war schon im März 2002, dass es internationale Bremsen gab, alzu tief in den Fall einzudringen. Leider weiß ich nicht, wie der Gerichtsfall ausgegangen ist, aber Spektakuläres hat man in den Medien nicht mehr gefunden. Im Zuge des Machttransfers hat es eine vielgepriesene “Vernichtung“ der südafrikanischen Massenvernichtungsmittel – Südafrika besaß auch Atomwaffen – gegeben, natürlich, damit diese Waffen nicht in schwarze Hände fielen! Fraglich ist mir, wo diese Materialien geblieben sind, “große Brüder“ werden sie den Rassisten sicher gerne abgenommen haben. Vielleicht bestand die Vernichtung eher in der Vernichtung von Beweismitteln!
Pausenlos reden die Amerikaner von Massenvernichtungswaffen, sie, die selbst das größte Arsenal besitzen, und die ihren Schützlingen wie dem damaligen Südafrika und Israel, aber in gewissem Maße auch Pakistan, die Produktion gestatteten und erleichterten. Im Irak hat man keine gefunden. Dass Saddam ein Teufel ist, steht außer frage, aber er hat diese Waffen nicht einmal bei seinem Sturz eingesetzt. Die amerikanische Führung raunt schon von Mini-Nukes, leicht einzusetzenden Miniatomwaffen, die das, was man erobern will, nicht komplett versauen. Wo sind die größten Teufel?

IV. “Der Feind meines Feindes ist mein Freund“, eine gefährliche Illusion!
Wir sind uns, glaube ich, einig, dass aus afrikanischer Perspektive die westliche Welt, die “Welt der Weißen“, ziemlich bedrohlich aussieht und man nicht das Gefühl haben kann, die Bedrohung wäre vorbei. Da liegt es nahe, nach Verbündeten zu suchen. In der Tat, hat es der Westen verstanden, sich viele Feinde zu machen. Lebenswichtig ist es aber, die in frage kommenden Gegner eines Gegners genau anzuschauen.
Es gibt einen Gegner der westlichen Welt, der insbesondere in der letzten Zeit viel von sich hat reden machen, der radikale Islamismus, sowohl arabischer wie allgemein asiatischer Herkunft. Um ein klares Verständnis zu gewinnen, Afrika hat neben seinen eigenen traditionellen Religionen auch die anderer Weltteile angenommen, in hohem Grade durch Zwang, teils aber auch “Missionsfeldzügen“ vorbeugend oder, um Handelskontakte zu erleichtern oder aus schlichter Überzeugung, denn spirituelle Fragen haben Afrika immer bewegt. Ich meine hier das subsaharische Afrika, das für mich das eigentliche Afrika ausmacht. Nie würde ich, der ich keiner großen Religionsgemeinschaft angehöre, aber den traditionellen, sogenannten “animistischen“ afrikanischen Religionen die größte Sympathie entgegenbringe, auf die Idee kommen, einem afrikanischen Christen oder Anhänger des Islam seine Religion als Verrat an Afrika vorzuwerfen, es sei denn, er stellte sie über die afrikanischen Werte von Toleranz und Pluralität.
Es gibt mit der arabischen Welt in Teilen eine Gemeinsamkeit des antikolonialen Kampfes, der karibikstämmige französische Arzt und Psychiater Frantz Fanon, der sich an die Seite der algerischen FNLA stellte, hatte uns Gegnern des portugiesischen Kolonialismus zum Beispiel in seinem Buch “die Verdammten dieser Erde“ mindestens soviel zu sagen gehabt, wie seinen algerischen Mit-Revolutionären. Die Palästinenser sind unter anderem Opfer kolonialistischer Gewalt mit einer kräftigen Prise Rassismus und viele arabische und andere islamische Länder sind insbesondere im Zusammenhang mit Erdöl genauso Opfer kolonialer und neokolonialer Machenschaften des Westens wie das subsaharische Afrika.
Aber, nun das berühmte “aber“, es gibt auch eine eigene Geschichte des arabischen und islamischen Kolonialismus und Rassismus und eine expansionistische Gegenwart, die die arabisch-islamische Welt in mancher Hinsicht zu einem nur weniger erfolgreichen Zwillingsbruder des Westens macht!
Viele Menschen in der arabisch islamischen Welt haben eine ähnliche Doppelmoral wie viele Menschen des Westens. Mit sehr berechtigter Empörung wird vom wahrhaft schlimmem Schicksal der Palästinenser gesprochen, mit manchmal komischer Wut wird von der Tatsache gesprochen, dass ein Teil Kaschmirs zu Indien gehört und die islamischen Banditen im Süden der Philippinen sind Freiheitskämpfer, aber die Greuel der arabisierten Nordsudanesen an den schwarzen Völkern des Südsudan spielen keine Rolle, die soziale Diskriminierung der Harratin, der Nachkommen schwarzer Sklaven in Mauretanien und Marokko, die Greuel islamischer Javaner Indonesiens an der Bevölkerung Ost-Timors und ihre Greuel an den schwarzen Papuas des westlichen Neuguinea werden für belanglos gehalten!
Lybien hat lange einen zweihundert Kilometer breiten Streifen im Norden des Tschad besetzt und Mauretanien drangsaliert seine schwarze Minorität des südlichen Landesteils.
Aber nicht genug damit, saudische Wühlarbeit und saudisches Geld wird benutzt, um die Anhänger des Islam im Norden Nigerias islamistisch zu unterwandern und die alte afrikanische Toleranz und Menschlichkeit zu zerstören. Für die Pluralität vieler afrikanischer Länder ist die Scharia Gift, es genügt, wenn Fanatiker in ihrem eigenen Land das Mittelalter wollen! Viele afrikanische Länder haben wahrlich genug damit zu tun, historische Konflikte, die im Kolonialismus “eingefroren“ waren, in handhabbare Bahnen zu lenken, christliche und islamistische Fundamentalisten, raus aus Afrika! Das alte Miteinander von traditionellen afrikanischen Religionen, Volksislam und afrikanischen Christen, das neben den vielen Problemen doch eine Zierde Afrikas war, darf nicht zerstört werden!
Es gibt einen noch nicht verstorbenen arabischen Rassismus, der sich zwar vom nordeuropäischen Rassismus unterscheidet, aber letztlich nicht weniger gefährlich ist. Nach dieser Haltung ist es egal, anders als im nordeuropäischen Rassismus, wenn jemand eine schwarze Beimischung hat, Hauptsache, der Vater ist Araber oder zumindest Anhänger des Islam, denn der afrikanische Anteil ist sowieso unwichtig! So wie Christen und Juden als “Völker des Buches“ noch einen Minimalrespekt genießen, wird der schwarze Anhänger des Islam toleriert, wenn er Mekka für das Zentrum der Welt hält. Mohammed hat seinen Sklaven Said freigelassen und ihm eine Funktion gegeben, was ihn, Mohammed, aber nicht abgehalten hat, Said die Frau wegzunehmen. Der schwarze Nichtmoslem aber, der Anhänger einer alten afrikanischen Religion, ist in diesem Weltbild der geborene Sklave, der “Kaffir“, was die weißen Rassisten im Wort “Kaffer“ übernommen haben!
So sollen wir uns nicht wundern, dass der alte Amerika-Schützling Osama Bin Laden, der sich schließlich mit seinen Förderern überworfen hat, bei seinen Anschlägen auf die amerikanischen Botschaften in Nairobi und Daressalam ohne mit der Wimper zu zucken hunderte afrikanischer Toter in Kauf genommen hat. So, wie westliche Mächte, kommen sie einmal in eine Konkurrenzsituation, dazu neigen, afrikanische Länder als “Bauern auf dem Schachbrett“ anzusehen, so sind für Leute vom Schlage Bin Ladens Afrikaner zu “nützlichen Idioten“ zu machen, deren Blutzoll gegebenenfalls nichts zählt! Unlängst haben das sogar die Marokkaner erfahren müssen!
Hüten wir uns vor solchen “Verbündeten“!
Keine Frage, Afrikas Zukunft muss zuerst einmal aus afrikanischer Kraft kommen, aus geistiger Kraft, aus der Tradition, Konflikte im Gespräch zu regeln, aus der Tradition sozialer Verantwortung. Weder politische noch religiöse Sektierer, die bevorzugt Kinder zu Soldaten machen, werden das Heil bringen. Kluge und wachsame wirtschaftliche Kontakte zu Indien, Südamerika und einem sich läuternden Europa können Afrika helfen, wenn sie nicht in die Abhängigkeit führen.
Wir aber, die wir hier sind, sollen aktiv sein, alles dazu tun, dass die Menschen hier die Geschichte realistisch sehen. Wir sollen Staatsbürgerrechte erstreben und uns an dem Bemühen beteiligen, dass von diesem Land aus keine imperialistische und neokolonialistische Politik mehr betrieben oder gefördert wird!
Ein Anfang ist gemacht, in diesem Land hat man sich geweigert, auf grund von dubiosen Behauptungen in den Krieg zu ziehen! Aber der “große Bruder“ hat die Stirn gerunzelt und schon hauchen politische Verantwortungsträger: “man könnte ja und man wollte eigentlich und nun sei es ja ohnehin schon so ...“. Wir sollten dort, wo wir wirksam werden können, unsere Kraft dafür einsetzen, dass der leidige Neokolonialismus nicht auch noch wieder in Kolonialkriege mündet! Stärken wir Vernunft und Ausgleich und sorgen wir dafür, dass wir unsere Kinder mit Wissen, Zivilcourage und “weltbürgerlichem“ Staatsbürgersinn ausstatten!
Viel, viel ist nötig, damit Afrika irgendwann aufhört, ein geschundener Kontinent zu sein. Mein kleiner Vortrag erhebt nicht den Anspruch darauf, die Antworten auf das “was tun?“ vollständig zu geben, aber ich wollte einen kleinen Beitrag leisten, die Gefahren, die von verschiedenen Seiten weiterhin drohen, klar zu sehen.
Gerne werde ich mich Ihren Fragen und Ihrer Kritik stellen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

16.4.08 16:27

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